Mitte Februar 2011 erschien eine neue Zeitschrift auf dem Markt: Das „Journal für politische Bildung“. Dabei handelt es sich nicht um eine weitere Zeitschrift in einem doch eher kleinen Marktsegment, sondern es ist der Zusammenschluss von zwei eingeführten und bewährten Organen zur politischen Bildung: der vom bap herausgegebenen „Praxis Politische Bildung“ und der vom Wochenschau Verlag verantworteten „Kursiv“.
Der bap-Vorstand und der Wochenschau Verlag haben im Sommer 2010 in mehreren intensiven Gesprächen diese Fusion erörtert und beschlossen. Ausschlaggebend war nicht die Unzufriedenheit mit den bisherigen Publikationen, sondern die Überzeugung, gemeinsam eine qualitativ noch bessere, inhaltlich breitere und mit Blick auf die insgesamt begrenzten Ressourcen effektiver arbeitende Zeitschrift anzubieten. Der Umfang der einzelnen Nummern wird erweitert, die Gestaltung wesentlich verbessert und der Neustart sorgt für eine erhöhte Aufmerksamkeit in der Fachöffentlichkeit. Eine stärkere Bewerbung des Produkts ist ebenso vorgesehen wie die Planung einer stärkeren Internetpräsenz.
„Demokratie braucht politische Bildung.“ Diese Einsicht, die zum Kernbestand unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens gehört, muss immer wieder in Erinnerung gerufen werden — auch zum Abschluss des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts, da sich Deutschland anschickt, den Schritt zur Bildungsrepublik zu tun. Und klar ist, dass sich die allerorten bekräftigte Bildungsaufgabe nicht in beruflichen Qualifizierungsnotwendigkeiten erschöpfen kann, sie muss die sozialen und personalen Kompetenzen in den Blick nehmen, ohne die die globalen Herausforderungen, vor denen unser Gemeinwesen steht, nicht zu meistern sind. Dabei ist die Vermittlung Politischer Bildung — worauf eine aktuelle Kampagne der Bildungsträger aufmerksam macht (s.u.) — nicht nur staatliche Aufgabe, sie stellt auch eine zivilgesellschaftliche Verpflichtung dar. Dafür stehen die Träger und Einrichtungen der außerschulischen/außeruniversitären politischen Jugend– und Erwachsenenbildung mit ihrer pluralen, vielfältigen Angebotsstruktur.
Ein neues, übergreifendes Fachmedium
Der bap rief Mitte der 90er Jahre, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Senioren (BMFSFJ), die Fachzeitschrift Praxis Politische Bildung (PPB) ins Leben, um für die außerschulische politische Bildungsarbeit ein Forum zu schaffen, das in eigenständiger Verantwortung der Organisationen und praktisch Tätigen erscheint und als Plattform für Austausch wie Kontroverse zur Verfügung steht. 1997, im selben Jahr wie PPB, startete auch die Zeitschrift Kursiv des Wochenschau-Verlags, die ursprünglich auf den Gesamtbereich von Schule, Hochschule und Weiterbildung ausgerichtet war.
Vierzehn Jahre nach dieser nahezu zeitgleichen Gründung von PPB und kursiv, nach rund 55 Heften auf beiden Seiten, nach der Annäherung in Zielsetzung und Zielgruppenorientierung, werden nun beide Fachmedien zusammengeführt. Damit erhält die politische Jugend– und Erwachsenenbildung in Deutschland ein neues, übergreifendes Fachmedium. Es wird vom Bundesausschuss Politische Bildung und dem Wochenschau-Verlag gemeinsam herausgegeben und erscheint ab Anfang 2011 vierteljährlich. Das neue Journal versteht sich als Forum für den fachlichen Diskurs der außerschulischen Szene. Die Profession kann hier
- Praxis reflektieren, didaktische Fragen klären, Projekte entwerfen,
- vom fachlichen Standpunkt aus in bildungs– und förderungspolitische Entwicklungen intervenieren,
- Schnittstellen zu anderen Praxisfeldern thematisieren, Debatten aus Wissenschaft oder Medien aufgreifen.
Das Journal setzt dabei die Tradition der beiden Vorläuferzeitschriften fort, nutzt die Synergien und zeigt mit seiner Konzentration auf den außerschulischen Bereich ein klares Profil. Es ist offen für alle Einrichtungen und Fachkräfte aus diesem Bereich und will seinen Beitrag dazu leisten, dass die Fachöffentlichkeit der politischen Bildung qualifiziert, verbreitert und im öffentlichen Diskurs besser wahrnehmbar wird.
Bezugsbedingungen
„Journal für politische Bildung“ erscheint vierteljährlich. Das Jahresabonnement kostet EUR 56,00, das Einzelheft EUR 16,80, jeweils zuzüglich Versandkosten. Verlag und Bezugsadresse: Wochenschau Verlag, Adolf-Damaschke-Straße 10, 65824 Schwalbach/Ts., Tel.: 06196/84010, Fax: 0 61 96 /86065, info@wochenschau-verlag.de, http://journal.wochenschau-verlag.de, journal@wochenschau-verlag.de
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Zum Kennenlernen bietet der Verlag einmalig ein Jahresabonnement zum halben Preis für 28,00 Euro statt 56,00 Euro zzgl. Versandkosten.
Ausgabe 1 des Journals für politische Bildung ist ab sofort über den Online-Shop bestellbar unter tinyurl.com/jpb1-11
Herausgeber
BUNDESAUSSCHUSS POLITISCHE BILDUNG, vertreten durch den Vorstand: Lothar Harles (Vorsitzender), Dr. Wolfgang Beer Stellvertretender Vorsitzender) und WOCHENSCHAU VERLAG, vertreten durch Bernward Debus (Verleger)