KIK – Kompetenzen, Interessen, Kooperation

In der Biographie junger Menschen sind die Übergänge vom allgemeinbildenden Schulsystem in das System der beruflichen Bildung und die Arbeitswelt durch besondere Herausforderungen geprägt. Die Wege in Ausbildung und Arbeitsleben verlaufen oft nicht geradlinig und sind mit Umwegen oder Zwischenstationen im sogenannten Übergangssystem verbunden. Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts beschäftigen sich die in der GEMINI zusammenarbeitenden bundeszentralen Verbände der politischen Jugendbildung mit dieser Phase im Lebenslauf und entwickeln und realisieren Ansätze politischer Jugendbildung, zur Reflexion persönlicher Orientierungen, der Beschäftigung mit Lebensentwürfen und zur Stärkung sozialer und demokratischer Kompetenzen im Alltag und der Arbeitswelt.Zielgruppe des Projekts sind Jugendliche, deren Übergang durch persönliche und strukturelle Faktoren erschwert ist. Die Jugendlichen werden in den verschiedenen Vorhaben auf die Herausforderungen des Übergangs vorbereitet, bei ihrer Bewältigung unterstützt und bei der Integration in die Arbeitswelt begleitet.

Mit diesem Projekt sollen darüber hinaus, Konzepte und Formate einer arbeitsweltbezogenen politischen Jugendbildung gestärkt und weiterentwickelt werden.

Die verschiedenen Vorhaben sind im sozialen Nahraum der Jugendlichen angesiedelt. Die Jugendlichen werden im Kontext von Schule, von Einrichtungen des Übergangssystems, von Betrieben, von Ausbildungsstätten, von Praktikumsbetrieben etc. angesprochen. Die Vorhaben bieten Jugendlichen den Raum, ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen sowie nach Lösungsstrategien zu suchen und die Bedingungen der Umsetzung ihrer Vorstellungen und Interessen zu reflektieren. Im Zusammenwirken mit verschiedenen Kooperationspartnern aus dem Umfeld der Jugendlichen werden Wege gesucht, persönlichen Perspektiven nachzugehen und Teilhabechancen einzulösen. Weiter geht es darum, die Kompetenzen Jugendlicher zur Vertretung eigener und gemeinsamer Interessen zu erweitern sowie Ideen zur Interessenvertretung zu entwickeln und ins Gespräch mit Vertretern von Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zu bringen.

Die erarbeiteten Strategien, Lösungswege und Beteiligungsmöglichkeiten setzen die Jugendlichen in mediale Produkte um (Videoclips, Podcast, Liedtexten, Wikis etc.) und machen sie der Öffentlichkeit zugänglich. Hierzu wird eine Webplattform zur Veröffentlichung und zum Austausch zwischen den Projekten der beteiligten Einrichtungen eingerichtet.

Das Projekt hat am 1. Juli 2012 begonnen und endet am 31. Dezember 2013. Es wird gefördert aus Mitteln des Innovationsfonds Eigenständige Jugendpolitik des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP). Am Projekt beteiligt sind Mitgliedseinrichtungen der folgenden Verbände:

Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN e.V. (AL)

Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (AKSB)

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. (AdB)

Deutscher Volkshochschul-Verband e.V. (DVV)

Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung

 Verband Ländlicher Heimvolkshochschulen Deutschlands e.V. – Lernen im Grünen

 

Koordination des Projekts:

Klaus Waldmann, Sprecher der GEMINI und Bundestutor der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (waldmann@politische-jugendbildung-et.de)