Migration – Empowered by Democracy https://empowered-by-democracy.de Stärken. Bilden. Vernetzen. Wed, 08 Jan 2020 14:29:54 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.2 Abschlussbroschüre „Empowerment, Begegnung und Demokratie gestalten” https://empowered-by-democracy.de/2019/11/28/neu-erschienen-analyse-ausserschulische-politische-bildung-mit-jungen-gefluechteten-erfahrungen-themen-bedarfe-3-2-2/ Thu, 28 Nov 2019 15:01:15 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=2443 „Abschlussbroschüre „Empowerment, Begegnung und Demokratie gestalten”“ weiterlesen

]]>
Im Projekt „Empowered by Democracy“ diskutierten ab 2017 Jugendliche in ganz Deutschland in verschiedenen Formaten über die Frage „Wie wollen wir in dieser Gesellschaft zusammenleben?“. Nach nahezu drei Jahren ziehen wir im Herbst 2019 Bilanz und blicken auf vielfältige Begegnungen, spannende Diskussionen und gemeinsame Aktivitäten zurück.

Rund 200 junge Teamerinnen und Teamer mit Fluchthintergrund haben an Qualifizierungen für die Bildungspraxis teilgenommen und werden künftig ihre Themen und Geschichten in die Praxis der politischen Bildung einbringen. Insgesamt konnten mit nahezu 250 Seminaren, Tagungen und anderen Bildungsveranstaltungen mehr als 5.600 Menschen erreicht werden. Rund 250 neue Kooperationen mit verschiedenen Trägern und Projekten sind entstanden, an die auch nach Ende des Projekts angeknüpft werden kann.

Die vorliegende Broschüre versteht sich als Abschlusspublikation von „Empowered by Democracy“. Sie trägt wichtige Ergebnisse zusammen und bietet praxisnahe Einblicke in eine politische Bildungsarbeit, die junge Migrant*innen als handelnde Subjekte stärkt, bildet und vernetzt. Auch eine Zusammenfassung der Abschlusskonferenz vom September 2019 in Berlin ist enthalten. Die Broschüre möchte Anregungen für eine Bildungspraxis geben, die die Verwirklichung des Rechts auf demokratische Teilhabe aller jungen Menschen unterstützt.

Zum Download

]]>
„3 Fragen an …“ Maud Vogel https://empowered-by-democracy.de/2019/10/02/3-fragen-an-maud-vogel/ Wed, 02 Oct 2019 09:05:58 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=2357 „„3 Fragen an …“ Maud Vogel“ weiterlesen

]]>
Foto: Christoph Breuer

Wie sensibilisiert man Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationserfahrung für Antisemitismus? Maud Vogel sprach mit uns über ihre Erfahrungen in der politischen Jugendbildung.

Warum ist Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft ein Thema?
Antisemitismus findet sich in allen gesellschaftlichen Gruppen und Bereichen: im rechten und linken politischen Spektrum, in der sogenannten Mitte der Gesellschaft und im politischen Islam. Der Hass auf Jüdinnen und Juden lässt sich in allen Gruppen sowohl geschichtlich nachzeichnen als auch an aktuellen Beispielen belegen. Dabei tragen Menschen antisemitische Ressentiments und Stereotype häufig nicht bewusst und auch gegen eigene Absichten weiter. In der deutschen Einwanderungsgesellschaft sind wir mit speziellen Formen des Antisemitismus konfrontiert. Die historischen, politischen und religiösen Bezüge hängen mit dem jeweiligen Migrationshintergrund von Einwanderungsgruppen und ihrer gesellschaftlichen Situation zusammen. Die Rede von einem „importieren Antisemitismus“ dient allerdings nur dazu, sich der notwendigen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen zu entziehen. Sie suggeriert, dass es vor der Zuwanderung, insbesondere aus Ländern des Nahen Ostens, kein Problem mit antisemitischen Ressentiments gab. Das stimmt so nicht und spielt Menschen gegeneinander aus.

Bei „Empowered by Democracy“ arbeiten Sie mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationserfahrung. Wie bringen Sie ihnen das Thema Antisemitismus nahe?
Wir finden es besonders wichtig, Jugendlichen ein Verständnis von Antisemitismus zu vermitteln, das sich nicht allein auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt. Wir nehmen auch in den Blick, wie anpassungsfähig antisemitische Ressentiments sind und wie beständig sie sich halten. Woher kommen jüdinnen- und judenfeindliche Stereotype? Welche Funktion erfüllen sie? Wie können wir aktuellem Antisemitismus als Individuen und als Gesellschaft begegnen? Diese Fragen stehen im Fokus unserer Arbeit. Zum gesellschaftlichen Leben in Deutschland gehört aber auch die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte. Wir möchten die Jugendlichen für unsere gemeinsame Verantwortung im Umgang mit dem Nationalsozialismus und seinen Folgen sensibilisieren – unabhängig von kulturellen, sozialen oder ethnischen Hintergründen.

Welchen Beitrag leistet die politische Jugendbildung, um antisemitischen Stereotypen und Verschwörungstheorien entgegenzutreten?
Es gibt noch zu wenige Projekte und Initiativen, die auf aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus eingehen und sie zum Inhalt pädagogischer Arbeit machen. Das beobachte ich gerade in Sachsen. Gleichzeitig hat Antisemitismus für die meisten Jugendlichen kaum Bedeutung. Weder der historische Antisemitismus noch die gegenwärtige Situation von Jüdinnen und Juden sind Themen, über die sie regelmäßig nachdenken und reden. Die wichtigste Aufgabe antisemitismuskritischer Bildungsarbeit ist daher nicht nur, Jugendliche aufzuklären oder Wissen zu vermitteln. In erster Linie möchten wir bei den Jugendlichen Interesse wecken und sie für das Thema sensibilisieren. Wenn uns das gelingt, können wir antisemitische Denkmuster in Frage stellen und alternative Sichtweisen aufzeigen.

Über Maud Vogel
Maud Vogel arbeitet freiberuflich in der politischen Jugendbildung. Für „Empowered by Democracy“ betreut sie das Projekt „Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft“, das von ARBEIT UND LEBEN Sachsen in Kooperation mit dem Bildungsverein „Parcours“ durchgeführt wird. Die Maßnahme möchte Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationserfahrung für historischen und aktuellen Antisemitismus sensibilisieren.

]]>
Broschüre „Zwei Jahre ‘Empowered by Democracy’ – Jugendliche berichten” https://empowered-by-democracy.de/2019/09/12/neu-erschienen-analyse-ausserschulische-politische-bildung-mit-jungen-gefluechteten-erfahrungen-themen-bedarfe-3-2/ Thu, 12 Sep 2019 15:27:10 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=2320 „Broschüre „Zwei Jahre ‘Empowered by Democracy’ – Jugendliche berichten”“ weiterlesen

]]>
Im Rahmen des Projekts “Empowered by Democracy“ nahmen bis Sommer 2019 über 3.500 Jugendliche an Angeboten der politischen Bildung teil, gut die Hälfte davon mit Fluchterfahrung. Rund um die Frage „Wie wollen wir in dieser Gesellschaft zusammenleben?“ diskutierten sie zahlreiche gesellschaftspolitische Themen. In der Begegnung entwickelten sie ihr Verständnis für verschiedene Meinungen, Lebensentwürfe und Werthaltungen. In Empowerment-Formaten stärkten sie ihre Handlungsfähigkeit in der Demokratie. In Qualifizierungsformaten erlernten sie das Handwerkszeug der politischen Bildungsarbeit.

Wir wollten wissen, wie junge Teilnehmende mit und ohne Fluchterfahrung die Bildungsangebote von „Empowered by Democracy“ erleben – und haben sie gefragt. Auch zu ihrer Lebenssituation und ihrer Meinung zu Demokratie und dem Zusammenleben in Deutschland haben wir qualitative Interviews geführt. Die Broschüre gibt einen lebendigen Eindruck in die Praxis und die Erfahrungen der Teilnehmer*innen des Projekts. 22 Jugendliche kommen zu Wort, oft mit Originalzitaten. Ihre Lernerlebnisse, Empowerment-Erfahrungen und ihr Einsatz als Teamende der politischen Bildung machen Mut für die Zukunft der Demokratie in Deutschland. Zugleich berichten sie von Diskriminierungen, Ausgrenzungen und Enttäuschungen über die Demokratie. Diese unterschiedlichen Erfahrungen gilt es zu reflektieren, weiterzuentwickeln und in die politische Bildungspraxis zu integrieren.

Zum Download

]]>
„3 Fragen an …“ Özlem Topuz https://empowered-by-democracy.de/2019/04/26/3-fragen-an-ozlem-topuz/ Fri, 26 Apr 2019 12:38:09 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=2110 „„3 Fragen an …“ Özlem Topuz“ weiterlesen

]]>
Was bedeuten Demokratie und Teilhabe in unserer Gesellschaft? Wie stellen wir sicher, dass Demokratie für alle ist? Drei Fragen an Özlem Topuz, die für Jugendliche in den „Come as you are“-Seminaren Raum für Austausch und Begegnungen schafft.

Der Schwerpunkt von „Empowered by Democracy“ liegt auf jungen Menschen mit Fluchterfahrung. Welche Erfahrungen machen Sie in der Arbeit mit dieser Zielgruppe zum Thema Demokratie und Teilhabe?
Jede Demokratie ist eine Errungenschaft. Aber Demokratie ist eben nicht für alle zugänglich. Es geht darum, diese Zugänge zu schaffen und sie zu erhalten. Wir sollten Demokratie inklusiver denken und die Anliegen wirklich aller ernstnehmen. Häufig wird vorausgesetzt, dass junge Menschen, die zu uns kommen, kein Verständnis für Demokratie hätten oder dass sie die Demokratie nicht als Wert begreifen würden. Das ärgert mich, denn eigentlich sind diese jungen Menschen die größten Demokratiebefürworterinnen und -befürworter. Unter anderem deswegen kommen sie ja zu uns. Medial werden sie teilweise als die größten Demokratiefeinde dargestellt. Dabei haben wir selbst zunehmend hausgemachte Demokratiefeinde in Europa. Das eigentlich ist erschreckend.

„Vielfalt leben, Demokratie feiern!“ – so beschreiben Sie politische Teilhabe in der Migrationsgesellschaft. Ist die Demokratie für uns so selbstverständlich, dass wir sie gar nicht mehr wahrnehmen?
Ja, ich beobachte, dass die Demokratie vielen nicht bewusst ist. Häufig konsumieren wir sie einfach. Es reicht nicht, alle vier Jahre zur Wahl zu gehen. Wir sollten uns dieses Geschenk, das uns von all den Menschen durch ihre jeweiligen Kämpfe und ihrem Einsatz für eine gerechtere Welt gemacht wurde, immer wieder bewusstmachen. Häufig sind junge Menschen mit Fluchterfahrung in diesen Themen sehr viel reflektierter als diejenigen, die hier aufgewachsen sind. Die Neuzugezogenen machen uns wieder bewusst, dass unsere demokratischen Werte eine große Errungenschaft sind. Wie uns die Vergangenheit gelehrt hat, ist Demokratie eben nicht selbstverständlich. Jede und jeder Einzelne muss sich dafür stark machen, dass das so bleibt.

Ihre Arbeit richtet sich unter anderem an Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund. Was möchten Sie für diese Teilnehmer*innen erreichen?
Der sogenannte Migrationshintergrund wird oftmals so sehr in den Vordergrund gestellt, dass der Mensch dahinter nicht mehr sichtbar ist. Für diese Sichtbarkeit zu sorgen, sehe ich als meine Aufgabe. Aber ich würde nicht sagen, dass sich meine Arbeit nur um Mädchen und Frauen mit Migrationsbiografie dreht. Als Kind war mir mein sogenannter Migrationshintergrund gar nicht bewusst. Diese Erkenntnis kam erst in der Grundschule. Ich musste mich ständig erklären – viel mehr als andere Gleichaltrige. Das hat mich wahnsinnig genervt. Irgendwann hatte ich mein gesamtes Umfeld soweit, dass diese Fragen nicht mehr unreflektiert gestellt wurden. Mit 12 Jahren dachte ich „Yeah, ganz Deutschland wird mit mir erwachsen“. Erst später habe ich realisiert, dass sich die Situation im Wesentlichen für mich verändert hatte. Dass Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund auf ewig markiert und ausgeschlossen werden, gab und gibt es weiterhin. Diesen Schmerz möchte ich ihnen ersparen.

Über Özlem Topuz
Özlem Topuz leitet das Projekt „alltäglich gemeinsam“ für die Alte Feuerwache e. V.. Mit der Jugendbildungsstätte Kaubstraße koordiniert und organisiert sie im Rahmen von „Empowered by Democracy“ das Begegnungsformat „Come as you are“. Es bietet jungen Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte eine Plattform, um sich in ihren Unterschiedlichkeiten zu begegnen und ihre Gemeinsamkeiten auf vielfältigen Wegen zu erfahren. Dabei gibt es einen kreativen, sehr individuellen Teil, in dem die Jugendlichen etwas selbst produzieren und einen körperlich aktiveren Teil, der die Jugendlichen als Gruppe mit viel Spaß zusammenbringt.

]]>
Broschüre „Politische Jugendbildung und Teilhabechancen in der Migrationsgesellschaft gestalten“ https://empowered-by-democracy.de/2018/12/10/neu-erschienen-analyse-ausserschulische-politische-bildung-mit-jungen-gefluechteten-erfahrungen-themen-bedarfe-3/ Mon, 10 Dec 2018 14:00:54 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=1567 „Broschüre „Politische Jugendbildung und Teilhabechancen in der Migrationsgesellschaft gestalten““ weiterlesen

]]>
Das Themenfeld Flucht und Migration dominiert gesellschaftliche und politische Diskurse in Deutschland und Europa mit weitreichenden Folgen für Parteienlandschaften und die politische Kultur. Hierbei geraten häufig die Erlebnisse und Geschichten von geflüchteten Menschen aus dem Blick. Flucht und Einwanderung bringen nicht nur für die Aufnahmegesellschaft, sondern auch für die neu Angekommenen viele Herausforderungen mit sich. Die Mehrheit der geflüchteten Menschen ist unter 25 Jahre alt und auf der Suche nach einer selbstbestimmten friedlichen Zukunft. Als in Deutschland lebende Menschen haben sie ein Recht auf Teilhabe an der demokratischen Gesellschaft, auch wenn ihre Möglichkeiten durch asyl- und aufenthaltsrechtliche Bestimmungen de facto eingeschränkt werden. Vor diesem Hintergrund entwickelte die Gemeinsame Initiative der Träger Politischer Jugendbildung im bap (GEMINI), in der die Evangelische Trägergruppe Mitglied ist, das Projekt „Empowered by Democracy“.

Die Broschüre wirft einige Schlaglichter auf die Ziele, Themen und Formate des Projektes rund um die Leitfrage: „Wie wollen wir in dieser Gesellschaft zusammenleben?“ Sie gibt einen praxisnahen Einblick in die vielfältigen Erfahrungen in der politischen Bildungsarbeit mit jungen Geflüchteten und lässt Teilnehmer*innen und Bildungspraktiker*innen zu Wort kommen. Die Broschüre kann als Printfassung in begrenzten Mengen kostenfrei bestellt werden.

Zum Download

]]>
Diskussionspapier „Was kann politische Bildung zum Empowerment geflüchteter Jugendlicher beitragen?“ https://empowered-by-democracy.de/2018/11/30/neu-erschienen-analyse-ausserschulische-politische-bildung-mit-jungen-gefluechteten-erfahrungen-themen-bedarfe-2/ Fri, 30 Nov 2018 14:48:29 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=1562 „Diskussionspapier „Was kann politische Bildung zum Empowerment geflüchteter Jugendlicher beitragen?““ weiterlesen

]]>
Der Empowerment-Ansatz ist für die Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen besonders interessant. Für diese heterogene, aber tendenziell prekarisierte, machtarme Gruppe, die sich mit den psychischen und physischen Folgen ihrer Flucht im Gepäck in einer neuen Umgebung zurechtfinden muss, erscheinen Empowerment-Strategien als ein erfolgversprechender Weg zur Stärkung der Handlungsfähigkeit. Zudem ist der Ansatz für eine politische Jugendbildung attraktiv, die die Verwirklichung gleicher demokratischer Teilhabechancen für alle Jugendlichen in der Migrationsgesellschaft unter dem Leitgedanken der Inklusion in den Blick nimmt. Er hilft, die Wissensbestände der politischen Bildung unter diesem Blickwinkel zu sortieren, um den aktuellen Anforderungen der Migrationsgesellschaft auf der Höhe der Zeit zu begegnen. Das Diskussionspapier bündelt praktische Erkenntnisse und die Auseinandersetzung der beteiligten projektbeteiligten Bildungspraktiker*innen.

Zum Download

]]>
Seminar für Schüler*innen mit und ohne Fluchterfahrung: Berufskolleg Reckenberg in Rheda-Wiedenbrück https://empowered-by-democracy.de/2018/09/17/seminar-fuer-schuelerinnen-mit-und-ohne-fluchterfahrung-berufskolleg-reckenberg-in-rheda-wiedenbrueck/ Mon, 17 Sep 2018 07:50:33 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=1583 „Seminar für Schüler*innen mit und ohne Fluchterfahrung: Berufskolleg Reckenberg in Rheda-Wiedenbrück“ weiterlesen

]]>
Datum: 17.-18. September 2018
Ort: Rheda-Wiedenbrück

Vom 17. – 18. September 2018 war das Kolping-Netzwerk für Geflüchtete am Berufskolleg Reckenberg in Rheda-Wiedenbrück und führte dort Multiplikator*innenschulungen durch. Das Berufskolleg hat seit 2014 eine sogenannte „internationale Klasse“ in der Schüler*innen auf den Übergang in Regelklassen vorbereitet werden. Somit sind in vielen Klassen Schüler*innen, die selbst geflüchtet sind oder Migrationshintergrund haben. Die Schülervertretung des Berufskollegs setzt sich engagiert für die Integration der geflüchteten Schüler*innen ein.

Am Montag den 17. September wurden in sechs Klassen Schulungen durchgeführt in welchen die Schüler*innen besonders mit Faktenwissen zu Fluchtursachen, Integration und dem Umgang mit Vorbehalten ausgestattet wurden, um in Zukunft als Multiplikator*innen auftreten zu können.
Besonders waren die Schüler*innen an einem Quiz zu Fakten über Flucht interessiert. Das Schätzen von Zahlen bezüglich Flucht und Korrigieren der oft stark abweichenden Schätzungen durch die tatsächlichen Zahlen hinterließ einen starken Eindruck in den Klassen. Außerdem ergab es sich im Rahmen dessen, dass mehrere der Schüler*innen mit eigener Fluchterfahrung zum ersten Mail ihre Erfahrung mit ihren Mitschüler*innen teilten. Auch diskutierten Klassen mit den Fachkräften das Verständnis von Integration von Kolping und konkrete Maßnahmen, welche sie selbst ergreifen könnten, um Integration von Geflüchteten aber auch anderen Außenstehenden zu erleichtern.
Am Dienstag den 18. September standen die Fachkräfte des Kolping-Netzwerk für Geflüchtete für die Schüler*innen während eines Fests an der Schule für Fragen zur Verfügung. Auch hier wurden Diskussionen mit den Fachkräften aber auch unter den Schüler*innen über Integration und Fluchtursachen geführt.

Alle Fotos vom Kolpingwerk Deutschland

]]>
Analyse “Außerschulische politische Bildung mit jungen Geflüchteten” https://empowered-by-democracy.de/2018/03/22/neu-erschienen-analyse-ausserschulische-politische-bildung-mit-jungen-gefluechteten-erfahrungen-themen-bedarfe/ Thu, 22 Mar 2018 14:22:09 +0000 http://empowered-by-democracy.de/?p=774 „Analyse “Außerschulische politische Bildung mit jungen Geflüchteten”“ weiterlesen

]]>
Die außerschulische politische Jugendbildung kann auf umfangreiche, langjährige Erfahrungen im Themenfeld „Flucht und Migration“ zurückgreifen. Die bundesweit tätigen Mitgliedsorganisationen der Gemeinsamen Initiative der Träger der Politischen Jugendbildung im bap e.V. (GEMINI) und ihre zahlreichen Bildungseinrichtungen haben besonders in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Maßnahmen und Publikationen ein starkes Augenmerk auf diesen Bereich gelegt.

In der neu erschienenen Analyse trägt Christiane Toyka-Seid die dabei gesammelten Erkenntnisse in einer Bestandsaufnahme zusammen und benennt vor diesem Hintergrund zentrale Fragen, Themen und Herausforderungen für die praxisorientierte Weiterentwicklung der außerschulischen politischen Jugendbildung.

Zum Download

]]>