Politische Jugendbildung – Empowered by Democracy https://empowered-by-democracy.de Stärken. Bilden. Vernetzen. Thu, 12 Dec 2019 09:48:44 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.2 Train the Trainer on Tour https://empowered-by-democracy.de/2019/07/26/train-the-trainer-on-tour/ Fri, 26 Jul 2019 13:21:08 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=2300 „Train the Trainer on Tour“ weiterlesen

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Datum: 12.-14.Juni 2019
Ort: Berlin

Rund zwanzig Teilnehmer*innen mit und ohne Fluchterfahrung kamen vom 12.-14. Juni 2019 zum Vernetzen, Austauschen und Lernen für den ersten Part der Maßnahme “Train the Trainer on Tour“ in der JBS Kaubstraße in Berlin zusammen. Die meisten von ihnen sind angehenden Teamer*innen der politischen Bildung und haben erste Qualifizierungsmaßnahmen besucht. Jetzt sind im Teamer*innenpool einer Einrichtung oder als Hospitant*innen im Einsatz.


Am ersten Abend stand neben dem Kennenlernen in der Gruppe die Planung der kommenden zwei Tage auf dem Programm. Für den zweiten Tag ist ein Barcamp geplant. Der zweite Tag beginnt dann mit der Befüllung der Barcamp Sessions. Alle Teilnehmer*innen bringen unter dem Titel „Die Politische Bildung und Ich“ Themen ein, zu denen sie arbeiten, diskutieren oder ihr Wissen teilen wollen. Von Alltagsdiskriminierung über Warm-Up-Methoden bis hin zum Umgang mit Störungen im Seminaren gibt es ein breit gefächertes Angebot.

Am dritten Tag geht es abschließend nochmal an die Themensammlung für den zweiten Teil der Fortbildung. Der Fortsetzung und Vertiefung in Weimar im September blicken alle freudig entgegen.

Die Kooperationsveranstaltung “Train-the-Trainer on Tour” war eine gemeinsame Kooperationsveranstaltung von AdB, Europäische Jugendbildung- und Begegnungsstätte Weimar, Jugendbildungsstätte Kaubstraße, dock europe, Heinrich-Böll-Stiftung Berlin-Brandenburg, Gustav-Stresemann-Institut und der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg.

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So Stark! – Herbstprojekt für Mädchen https://empowered-by-democracy.de/2018/11/22/so-stark/ Thu, 22 Nov 2018 12:56:49 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=1872 „So Stark! – Herbstprojekt für Mädchen“ weiterlesen

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Datum: 28.10.2018.-04.11.2018
Ort: Potsdam

Vom 28. Oktober bis 4. November 2018 fand in der Bildungsstätte von HochDrei e.V. in Potsdam ein achttägiges Seminar der politischen Bildung für Mädchen und junge Frauen aus Brandenburg und Berlin statt. Der inhaltliche Schwerpunkt des Projekts lag in der Stärkung der Mädchen, Förderung ihrer Persönlichkeitsentfaltung und Reflexion ihrer gesellschaftlichen Rolle.

An dem Seminar nahmen Mädchen im Alter von 13-16 Jahren teil. Die Teilnehmerinnen verfügten über unterschiedliche kulturelle und soziale Hintergründe. Mithilfe von WenDo (Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen) und aus dem Bewegungstheater (Elemente von Improvisationstheater und Pantomime) wurde trainiert, Kontakt zwischen Körper und Sprache herzustellen. In täglichen Workshops und Gesprächsrunden wurden Mädchen ermutigt, selbstbestimmt zu handeln und eigene Wege zu gehen. Ein weiteres Ziel des Projekts ergab sich der Umgang mit Stresssituationen und Strategien für Abbau von Stress. Das Projekt wurde nach dem Prinzip der Selbstorganisation durchgeführt, was den teilnehmenden Mädchen ermöglichte, aktiv zu werden und in Zusammenarbeit mit anderen selbständig eigene Ideen umzusetzen. Hier wurden mehrere Einheiten zu der Bildung der Gruppendynamik durchgeführt. Die Gruppe hat unter anderem Kletterpark in Potsdam und eine Kunstausstellung in Berlin besucht.

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„3 Fragen an …“ Christiane Toyka-Seid https://empowered-by-democracy.de/2018/11/19/3-fragen-an-christiane-toyka-seid/ Mon, 19 Nov 2018 13:18:00 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=1724 „„3 Fragen an …“ Christiane Toyka-Seid“ weiterlesen

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Welche Themen und Methoden haben sich in der politischen Bildungsarbeit mit jungen Geflüchteten bewährt? Welche Herausforderungen gab es und wie haben die Bilder*innen sie gelöst? Christiane Toyka-Seid hat die bisherigen Erfahrungen in der politischen Bildungsarbeit mit jungen Geflüchteten einer Analyse zusammengefasst. Was sind ihre wichtigsten Erkenntnisse?

Welche Erfahrungen haben die politischen Bildner*innen mit der Zielgruppe „junge Geflüchtete“ bislang gesammelt?
Die Bildungsangebote haben neben der Unterstützung beim Zurechtkommen im neuen Land viele politische und gesellschaftliche Themen behandelt: Wie gestaltet sich das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland? Was bedeutet die europäische Einigung? Wie funktioniert unser politisches System? Die Analyse hat uns aber auch die Herausforderungen aufgezeigt. Die Bilder*innen müssen eine große Sensibilität für die Biografien der Teilnehmenden und ihre häufig ungeklärte rechtliche Situation mitbringen. Darüber hinaus war die sprachliche Verständigung teilweise schwierig. Dass Bildungsarbeit für junge Menschen mit Fluchthintergrund geschlechtersensibel gestaltet sein muss, haben viele der befragten Akteur*innen hervorgehoben. Neben besonderer Achtsamkeit ist ein Verständnis für die interkulturellen Zusammenhänge unabdingbar.

Mit welchen Erwartungen kamen die Teilnehmenden zu den Veranstaltungen?
Es ist häufig nicht so leicht festzustellen, wofür die Jugendlichen sich tatsächlich interessieren. Oftmals kamen sie nicht wegen des Themas einer Veranstaltung, sondern weil sie von Dritten darauf aufmerksam gemacht wurden. Die Veranstaltung stellte dann eine willkommene Abwechslung im oft kaum erträglichen Wartestand dar. Die Inhalte einer Veranstaltung haben sich häufig bei Begegnungen und in Gesprächen entwickelt – oder auch im kreativen Miteinander. Auf großes Interesse bei den Teilnehmenden stießen Beratungsangebote zu Fragen des Asyl- und Aufenthaltsrechts. Darüber hinaus ging es aber schon bald um die Frage, was es bedeutet, jemanden bei der Integration in ein neues Land zu unterstützen und was die konkreten Aufgaben für die Mitgliedsorganisationen der GEMINI dabei sind.

Wo sehen Sie im Moment die größte Herausforderung für die politische Bildungsarbeit mit jungen Geflüchteten? Was kann die Lösung sein?
Ich denke, dass es viele Herausforderungen gibt – von Integrationsperspektiven, Familienzusammenführung bis hin zu Sprachkompetenz und Arbeitsperspektiven für diejenigen, die Bleiberechte haben. Wichtig und ausschlaggebend für die Methoden der politischen Bildungsarbeit ist immer das Thema Partizipation. Deutlich gemacht haben viele politische Bildner*innen, mit denen ich gesprochen habe, dass wir weiterhin zielgruppengerechte methodische Ansätze entwickeln und erproben müssen. Eine große Rolle spielen nach den bisherigen Erfahrungen künstlerische, natur- und erlebnispädagogische sowie musikalische, non-verbale Formate. Dabei ist es wichtig, den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung zwischen den Akteur*innen der politischen Bildung weiter zu verbessern und zu verstetigen. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen, Sprachlernklassen und Sozialpädagog*innen sollten wir ausbauen und Kooperationen mit neuen Partnern erproben und vertiefen.

Hier geht es zu den Ergebnissen der Analyse „Außerschulische politische Bildung mit jungen Geflüchteten. Erfahrungen. Themen Bedarfe.“ .

Über Christiane Toyka-Seid
Christiane Toyka-Seid, politische Bildnerin, leitet die Agentur CTS text-line für Kommunikation in Wissenschaft und Praxis in Königswinter bei Bonn. Sie studierte Geschichte, Politik und Katholische Theologie. Seit vielen Jahren ist sie als Autorin, Redakteurin und Gutachterin im Bereich Politik und Geschichte tätig. Für „Empowered by Democracy“ hat sie die Erfahrungen der Mitgliedsorganisationen der GEMINI bei der Bildungsarbeit mit jungen Geflüchteten in der Analyse „Außerschulische politische Bildung mit jungen Geflüchteten. Erfahrungen. Themen. Bedarfe“ untersucht.

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Refresh-Seminar Willkommenspat*innen – Projekt Offene Schulkultur https://empowered-by-democracy.de/2018/10/25/gemeinsam-auf-den-weg-2/ Thu, 25 Oct 2018 13:03:41 +0000 https://empowered-by-democracy.de/?p=1812 „Refresh-Seminar Willkommenspat*innen – Projekt Offene Schulkultur“ weiterlesen

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Datum: 24.-26.09.2018
Ort: Berlin

„Wie wollen wir in dieser Gesellschaft zusammenleben?“ lautet die Leitfrage des Modellprojektes Empowered by Democracy mit der Teilnehmer*innen in vielen Workshops und Seminaren auf Antwortsuche gehen. Eines davon fand vom 24.-26. September 2018 erneut an der Stiftung wannseeFORUM statt. Angereist waren Schüler*innen der Friedrich-Ebert-Oberschule, einem Gymnasium aus Berlin-Wilmersdorf, ein großer Teil davon aus Willkommensklassen. Frischen Wind wollten sie in ihr Projekt bringen, welches sie vor genau einem Jahr hier geschmiedet hatten.

Genau darauf zielt das Format Refresh-Seminar ab: Laufende Willkommenspat*innen-Projekte dabei zu unterstützen, diese auf den Prüfstand zu stellen und weiterzuentwickeln. Zunächst wurden schnell die Koffer verstauen, die Ärmel hochkrempeln und dann ging gleich ans Eingemachte – die Bestandsaufnahme. Was haben wir erreicht, was konnten wir umsetzen, was nicht? Was waren Gelingensbedingungen, was Stolpersteine? Manche der Teilnehmer*innen staunten nicht schlecht, was es alles schon gibt, dass sie selbst aber noch nicht kannten. Die Fluktuation innerhalb der Schüler*innenschaft ist und bleibt die größte Herausforderung, denn neue Mitstreiter*innen wollen gut eingeführt werden und können nur damit Teil eines Projektteams werden.

Aufgrund dessen legten die beiden Trainer*innen am zweiten Tag den Fokus auf Sensibilisierung, wobei die Beschäftigung mit den Themen Identität, Diversität und Inklusion eine tragende Säule bildete. Um die Sprachbarriere so niedrig wie möglich zu halten, wurde auf Vortragsformate verzichtet und stattdessen auf spielerische Übungen aus dem Demokratiebildungsprogramm Betzavta (hebräisch für Miteinander) zurückgegriffen. Kam es trotzdem zu Verständigungsschwierigkeiten übersetzten die Schüler*innen aus den Regelklassen bereitwillig, da sie aufgrund ihrer eigenen Migrationsgeschichte teilweise die Sprachen der Schüler*innen aus den Willkommensklassen beherrschen. Auch dadurch entstand schnell ein gegenseitig akzeptierendes und wertschätzendes Miteinander in der Seminargruppe. Damit die gemeinsame Freizeit und das bessere Kennenlernen nicht zu kurz kamen, waren gemeinsame Spielabende und ein Lagerfeuer fester Bestandteil des Programms.

Am letzten Seminartag ging es um die konkrete Umsetzung des Erfahrenen und Gelernten. Aufbauend auf die Bestandsaufnahme wurde das Projekt überarbeitet und ein detaillierter Aktionsplan mit konkreten nächsten Schritten für das kommende Schuljahr gestrickt. Wer macht was, mit wem, bis wann? Einige kannten diese Methode vom letzten Mal, aber man lernt ja nie aus und immer weiter. Alle gingen mit der Gewissheit, wieder neuen Wind in den Segeln zu haben. Das Schiff „Offene Schulkultur“ – so der Projektname – würde Fahrt aufnehmen, da waren sich alle sicher.

Veranstalter: AdB e.V. in Kooperation mit der Stiftung wannseeFORUM

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