Schon gewesen

Barcamp bei der Onlineveranstaltung „Digitale Welt und politische Erwachsenenbildung — Didaktik neu gedacht?!“

Am 18.06.2020, fand von 10:00 — 16:00 Uhr die Onlineveranstaltung „Digitale Welt und politische Erwachsenenbildung — Didaktik neu gedacht?!“ statt. 

Der zweite Teil der Veranstaltung (ab 13:30 Uhr) wurde in Form eines Barcamps organisiert. Ein Barcamp besteht aus verschiedenen Sessions, in denen Teilnehmende Praxisbeispiele, Ideen und aktuelle Fragestellungen selbst einbringen. Dieses dient dem inhaltlichen Austausch, der kollegialen Beratung sowie der Diskussion.

Hier die Kurzübersicht der angebotenen Sessions des Barcamp:

  • e‑Bert — politische Bildung im Chat gegen Fake News und Hate Speech (Nähere Informationen lesen Sie hier.)
    Kerstin Ott, Thomas Hartmann, Friedrich-Ebert-Stiftung
  • (Politische) Bildung im Alter – „Nichts mehr tun müssen – vieles tun können und wollen: offen und frei sein“
    Titus Möllenbeck, Haus am Maiberg
  • Virtuelles Lernen — Politische Bildung zwischen Digitalem und Virtuellem
    Sarah Röhr und Dr. Robert Lohmann, Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Diversität in der politischen Bildung
    Hamze Bytyçi, RomaTrial
  • Funkkolleg – vom Radio zur zertifizierten multimedialen Wissensvermittlung
    Steffen Wachter, Hessischer Volkshochschulverband
  • Citizen Relationship Management — Die CRM-Selbsthilfegruppe Maximilian Rückert, Hanns-Seidel-Stiftung
  • Soziale Netzwerke als Plattformen für politische Bildung
    Caroline Sperling, AWO
  • Anti-Bias-Arbeit digital!?
    Nikola Poitzmann, Hessisches Kultusministerium

Genauere Informationen zu den einzelnen Sessions erhalten Sie auch HIER.

Zur Erinnerung: In der ersten Tageshälfte haben wir uns mit einem Expertinnen-Input von Dr.in Birgit Aschemann der didaktischen Frage nach guter Praxis in der  Erwachsenenbildung genähert.

Wie unterscheidet sich die digitale, didaktische Arbeit von klassischen Präsenzformaten, was ist eigentlich das volle Potential von Onlinekursen und wie verändert sich dabei die Rolle von politischen Bildner*innen? Selbstverständlich gab es auch Raum für Erfahrungsaustausch und gegenseitiges Kennenlernen.

UpDate! Digitale Welt und politische Erwachsenenbildung: Didaktik neu gedacht?! — Onlineveranstaltung am 18.06.2020

mit dabei: Dr.in Birgit Aschemann, CONEDU Verein für Bildungsforschung und ‑medien.

Dr.in Birgit Aschemann
© privat

Dr.in Birgit Aschemann ist Erwachsenenbildnerin, Bildungswissenschaftlerin, Psychologin, Universitätslektorin und international tätige Expertin im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung. Sie absolvierte ein Diplomstudium der Psychologie und ein Doktoratsstudium der Erziehungs- und Bildungswissenschaft mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung an der Universität Graz und langjährige Erfahrung in Bildungsforschung und Projektarbeit (www.aschemann.at). Eine Kooperation mit CONEDU (früher EDUCON) besteht seit 2009; seit 2015 ist sie pädagogisch-wissenschaftliche und redaktionelle Mitarbeiterin bei CONEDU und seit 2018 Leiterin des Arbeitsbereichs Digitale Professionalisierung. Für den gegenständlichen Auftrag ist sie insbesondere durch die Konzeption, Koordination und erfolgreiche Durchführung des EBmooc 2017 und des EBmooc 2018 qualifiziert.

Frau Aschemann wird einen Impuls zu „Gute digitale Praxis der Erwachsenenbildung“ geben sowie einen Workshop unter dem Titel „Aus dem „Lockdown“ in die Zukunft“ leiten.

Aktualisierung: Wie wir gute politische Bildung machen – über Traditionen, Kritik und Gelingen — Jetzt als Online Veranstaltung!

Am 3. April 2020 im Netz mit Informationen zur „Topographie der Praxis politischer Bildung“ von Dr.in Helle Becker Transfer für Bildung e. V. und dem Kernelement: „Beutelsbacher Konsens“ sowie einer aktuellen Einschätzung von Dr.in Manon Westphal, Westfälische Wilhelms-Universität Münster zu den „Herausforderungen und Aufgaben politischer Bildung“

Alle ausführlichen Infos finden Sie hier.

Bericht zur Onlineveranstaltung am 03.04.2020: Wie wir gute politische Bildung machen – über Traditionen, Kritik und Gelingen 
Ein Fortbildungsangebot des Bundesausschusses politische Bildung e.V. 

In Modul I des Fortbildungsangebots wurden die Grundlagen der heutigen, diversen Fachprofession beleuchtet. Hierbei wurden unterschiedliche Betätigungsfelder und deren Rechtsgrundlagen behandelt. 

Dr. Helle Becker 05 — 2015

Im ersten Teil der Veranstaltung führte Dr.in Helle Becker die Teilnehmenden an die Topographie der Praxis politischer Bildung heran. Mit der Topografie der Praxis politischer Bildung gibt die Fachstelle politische Bildung einen Überblick über die Vielfalt und Differenziertheit der politischen Bildungslandschaft, deren Strukturen und Ansätze. Diejenigen Praxisfelder wurden dargestellt, in denen politische Bildung mit unterschiedlichen Konzepten verortet ist. Sie wurden dabei, in Anlehnung an Niklas Luhmanns Systemtheorie, als soziale Systeme und Subsysteme verstanden und anhand von Kreisen und farblichen Differenzierungen dargestellt. Die Topografie der Praxis politischer Bildung stellte für die Teilnehmenden dabei eine grundlegende Orientierung dar und ermunterte dazu, die politische „Bildungslandschaft“ in ihrer Differenziertheit und Vielfalt als Gewinn wahrzunehmen sowie Schnittstellen und Kooperationsmöglichkeiten zu identifizieren. 

Dr.in Manon Westphal

Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigte Dr.in Manon Westphal auf, dass heutige Gesellschaften fundamental pluralistisch sind und eine wachsende Vielfalt an kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Perspektiven umfassen. Eine der größten politischen Herausforderungen der Gegenwart ist es, einen Umgang mit dieser Pluralität zu finden. Sie illustrierte dabei anschaulich, welche Konsequenzen hieraus für die politische Bildung erwachsen. Ausgehend von der Perspektive radikaldemokratischer Theorieansätze, die die Relevanz von Konflikten für Demokratien betonen, skizzierte sie einen kritischen Blick auf den Beutelsbacher Konsens und betrachtete dabei speziell das Kontroversitätsgebot. Die Teilnehmenden fanden dabei in kollaborativer Gruppenarbeit sowie in der anschließenden Plenumsdiskussion Möglichkeiten, sich einzubringen. Thematisiert wurden hierbei u.a. der Umgang mit strukturellen Ausschlussmechanismen und den Bemühungen, marginalisierte Positionen durch gute politische Erwachsenenbildung einzubinden und nachhaltig sichtbar zu machen. 

Alle ausführlichen Infos finden Sie hier.