Schon gewesen

Aktualisierung: Wie wir gute politische Bildung machen – über Traditionen, Kritik und Gelingen — Jetzt als Online Veranstaltung!

Am 3. April 2020 im Netz mit Informationen zur „Topographie der Praxis politischer Bildung“ von Dr.in Helle Becker Transfer für Bildung e. V. und dem Kernelement: „Beutelsbacher Konsens“ sowie einer aktuellen Einschätzung von Dr.in Manon Westphal, Westfälische Wilhelms-Universität Münster zu den „Herausforderungen und Aufgaben politischer Bildung“

Alle ausführlichen Infos finden Sie hier.

Bericht zur Onlineveranstaltung am 03.04.2020: Wie wir gute politische Bildung machen – über Traditionen, Kritik und Gelingen 
Ein Fortbildungsangebot des Bundesausschusses politische Bildung e.V. 

In Modul I des Fortbildungsangebots wurden die Grundlagen der heutigen, diversen Fachprofession beleuchtet. Hierbei wurden unterschiedliche Betätigungsfelder und deren Rechtsgrundlagen behandelt. 

Dr. Helle Becker 05 — 2015

Im ersten Teil der Veranstaltung führte Dr.in Helle Becker die Teilnehmenden an die Topographie der Praxis politischer Bildung heran. Mit der Topografie der Praxis politischer Bildung gibt die Fachstelle politische Bildung einen Überblick über die Vielfalt und Differenziertheit der politischen Bildungslandschaft, deren Strukturen und Ansätze. Diejenigen Praxisfelder wurden dargestellt, in denen politische Bildung mit unterschiedlichen Konzepten verortet ist. Sie wurden dabei, in Anlehnung an Niklas Luhmanns Systemtheorie, als soziale Systeme und Subsysteme verstanden und anhand von Kreisen und farblichen Differenzierungen dargestellt. Die Topografie der Praxis politischer Bildung stellte für die Teilnehmenden dabei eine grundlegende Orientierung dar und ermunterte dazu, die politische „Bildungslandschaft“ in ihrer Differenziertheit und Vielfalt als Gewinn wahrzunehmen sowie Schnittstellen und Kooperationsmöglichkeiten zu identifizieren. 

Dr.in Manon Westphal

Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigte Dr.in Manon Westphal auf, dass heutige Gesellschaften fundamental pluralistisch sind und eine wachsende Vielfalt an kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Perspektiven umfassen. Eine der größten politischen Herausforderungen der Gegenwart ist es, einen Umgang mit dieser Pluralität zu finden. Sie illustrierte dabei anschaulich, welche Konsequenzen hieraus für die politische Bildung erwachsen. Ausgehend von der Perspektive radikaldemokratischer Theorieansätze, die die Relevanz von Konflikten für Demokratien betonen, skizzierte sie einen kritischen Blick auf den Beutelsbacher Konsens und betrachtete dabei speziell das Kontroversitätsgebot. Die Teilnehmenden fanden dabei in kollaborativer Gruppenarbeit sowie in der anschließenden Plenumsdiskussion Möglichkeiten, sich einzubringen. Thematisiert wurden hierbei u.a. der Umgang mit strukturellen Ausschlussmechanismen und den Bemühungen, marginalisierte Positionen durch gute politische Erwachsenenbildung einzubinden und nachhaltig sichtbar zu machen. 

Alle ausführlichen Infos finden Sie hier.