Workshops am Samstag, den 9. März 2019 (11.00 – 12.30 Uhr)

Aber mit Gefühl … Moderation von Bildungsprozessen“
Bei einer Selbsterfahrungs-Übung analysieren wir die dabei entstehenden
Gefühle und Gedanken. Anschließend stellen wir einen Bezug zu
Gesellschaft und Politik her. Wir besprechen, welche Rolle die
Moderation bei Bildungsprozessen spielt und welche konkrete
Verantwortung die politische Bildnerin/der politische Bilder am Ende
einer Übung trägt: Lässt sich die Erfahrung mit der Gruppe auswerten,
ohne dabei zu manipulieren? Am Ende diskutieren wir das Für und Wider
von emotionalisierenden Übungen und freuen uns dabei auf einen regen
Meinungsaustausch.
Format:praktische Übung mit anschließender Auswertung und Diskussion
Workshopleitung:

  • Tanja Berger, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. (HochDrei e.V.)
  • Kim Trau, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. (Akademie Waldschlösschen)

Ort: VHS Leipzig, Raum 206

Emotionen im Netz: Wie die Sensibilisierung von Jugendlichen für Fake News gelingen kann
Fake News rufen beim Rezipienten oft emotionale Reaktionen hervor. Dies trägt dazu bei, dass Falschmeldungen sich im Netz schneller und weiter verbreiten als wahre Nachrichten. In der politischen Kommunikation werden sie daher gezielt eingesetzt. Im Workshop möchten wir folgende Frage erörtern: Wie kann eine Sensibilisierung von Jugendlichen für Fake News gelingen?
Praxisorientiert können die Teilnehmenden an drei Stationen Tools bzw. Methoden ausprobieren, mit denen Fake News entlarvt oder auch selbst kreiert werden können.
Format:Stationenarbeit und Diskussion
Workshopleitung:

  • Johanna Zander, Deutscher Volkshochschul-Verband e. V.
  • Lars Gräßer, Grimme-Institut

Ort: VHS, Leipzig, Raum 104

Die Würde des Menschen ist unantastbar?! Emotion, Haltung und Wertorientierung sichtbar machen
Seit 70 bzw. 30 Jahren bildet das Grundgesetz (GG) die Basis für die demokratische Verfasstheit Deutschlands. Die Sicherung der unteilbaren Grund- und Menschenrechte in den ersten 19 Artikeln stellt das Fundament des GG dar und sollte Bezugspunkt allen politischen Handelns sein. Die damit verbundenen Werte sind grundlegend für das demokratische Zusammenleben. Wie verbindlich sind diese Werte? Was bedeuten sie für den Alltag der Menschen? Wie prägen sie politische Bildung? In diesem Workshop gehen wir diesen Fragen nach und finden mithilfe der Methode „Erklärfilm“ auf kreative Weise Antworten.
Format:Praxis-Workshop zur Entwicklung von „Erklärfilmen„
Workshopleitung:

  • Mohamed-Ali Saidi, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB)
  • Dr. Friedrun Erben, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB)

Ort: VHS, Leipzig, Raum 105

Frust und Lust in der politischen Bildungsarbeit auf dem Land“ im Modellprojekt MoDem
Die praktische Bildungsarbeit ist im ländlichen Raum sehr abhängig und geprägt von der emotionalen Verfasstheit der Akteure. Ausgehend von gesammelten Erfahrungen bei der politischen Bildungsarbeit in den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Vorpommern-Greifswald wollen wir in diesem Workshop gemeinsam mit den Teilnehmer*innen anhand von Thesen analysieren und hinterfragen, welche Methoden und Ansätze sich als erfolgversprechend für die politische Bildungsarbeit im ländlichen Raum erweisen und woran diese scheitern kann.
Format:Workshop
Workshopleitung: 

  • Clara Zeitler, ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
  • Götz Lehmann, ARBEIT UND LEBEN Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Ort: VHS, Leipzig, Raum 217

Gefühlte Orte. Gedenkstättenpädagogische Herausforderungen im postfaktischen Zeitalter.
Gedenkstätten sind als demokratische Lernorte zunehmend gefährdet. Motiviert durch eine rechtspopulistische Infragestellung der Erinnerungskultur kommt es zu direkten, verbal-aggressiven Angriffen durch Besucher*innen. Dabei werden nichtfaktische und rassistische Haltungen ungeniert geäußert. Wie können politische Bildner*innen auf solche Grenzüberschreitungen reagieren? Am Beispiel von Kriegsgräberstätten werden aktuelle Herausforderungen für die historisch-politische Bildung diskutiert. Mittels Analysen und Übungen werden Handlungsempfehlungen für die pädagogische Praxis erarbeitet.
Format:Diskussion, Übung
Workshopleitung: 

  • Bettina Harz, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. / Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm
  • Sebastian Fehnl, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. / Landesverband Thüringen

Ort: VHS, Leipzig, Raum 314

Emotionale (politische) Momente
Theorien der (politischen) Sozialisation weisen dem Moment eine unter Umständen katalysatorische Wirkung für Einstellungen und biographische Weichenstellungen zu. Der Workshop will vor allem dazu anregen, über eigene (politische) Prägungen zu reflektieren und im Rahmen eines gemeinsamen Transfers der Frage nachgehen, was das für Ziele, Aufgaben und Konzepte politischer Bildung bedeutet.
Format:Wechsel aus: Einzelarbeit/ Gruppendiskussion/ Impulsvortrag/ Gruppendiskussion
Workshopleitung:

  • Benedikt Widmaier, Haus am Maiberg & AKSB

Ort: VHS, Leipzig, Raum 219

Haltung zeigen!? Perspektiven einer wertegebundenen politischen Bildungsarbeit
Der Workshop fragt, welche Rolle handlungsorientierte und wertegebundene politische Bildungsarbeit im außerschulischen Bereich (z.B. in Jugendverbänden) zukünftig einnehmen wird. Wertepluralität der Jugendverbände bildet die gemeinsame Basis ihrer politischen Bildungsarbeit und für ihr Handeln, das durch das verbandsübergreifende Verständnis für Demokratie und Freiheit geprägt ist. Bestimmte Wertevorstellungen werden in der Gesellschaft jedoch zunehmend in Frage gestellt oder gegeneinander ausgespielt. Was bedeutet das für die Jugendverbandsarbeit und für die politische Bildung allgemein?
Format:Kurz-Input und Diskussion
Workshopleitung:

  • Ludwig Weigel, Deutscher Bundesjugendring
  • Christian Weis, Deutscher Bundesjugendring

Ort: Kongresshalle, Leibniz-Saal

Die Fähigkeit Emotionen zu erkennen und nachzuempfinden – Planspiele zur Förderung von Empathie
Wer über Emotionen spricht, muss sich mit der Fähigkeit auseinandersetzen, Emotionen zu erkennen und diese nachzuempfinden. Der Workshop will anhand der Ergebnisse aus zwei universitären Abschlussarbeiten Chancen und Grenzen der Empathie-Förderung durch die Methode Planspiel aufzeigen. Hierfür werden die Teilnehmenden ein Planspiel spielen, um im Anschluss über ihre Erfahrungen zu diskutieren. Nach einem kurzen Input folgt auf dieser Grundlage in einer interaktiven Teamarbeit eine Annäherung an das Potential von Planspielen zur Förderung der Demokratiekompetenz Empathie.
Format:Planspiel, Inputvortrag, Diskussion, Teamarbeit
Workshopleitung:

  • Tabea Schneider, Europäische Akademie Bayern
  • Alexandra Ochs

Ort: VHS, Leipzig, Raum 220

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