Junge Geflüchtete gestalten Politische Jugendbildung für eine starke Demokratie

Pressemitteilung

Das Projekt „Empowered by Democracy“ feierte gestern Abend sein Finale unter dem Motto: „Alle an einem Tisch – Erfahrungen teilen, voneinander lernen“. 100 Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet folgten der Einladung des Bundesausschuss Politische Bildung nach Berlin. Junge Geflüchtete waren als Akteure der politischen Jugendbildung Mitgestalter*innen des Abends.

Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (© bap)

Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), betonte in ihrer Rede, wie wichtig politische Bildung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Weiterentwicklung der Demokratie sei. „Das Projekt „Empowered by Democracy“ ist ein lebendiges Beispiel, wie flexibel und kompetent die Träger Themen und Herausforderungen aufnehmen und nah an den Bedarfen vor Ort bearbeiten können“, so Seifert.

In einer Gesprächsrunde diskutierte der Moderator Michel Abdollahi mit Asem Alsayjare, Referent der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommer und den Teamer*innen Kinda Muhsen, Joudi Muhsen und Ahmad Alkridi. Die drei Teamer*innen sind in den vergangenen Jahren nach Deutschland geflüchtet und haben sich im Projekt „Empowered by Democracy“ für die politische Bildungsarbeit qualifiziert. Sie diskutierten über die Frage, was junge Menschen mit Fluchterfahrung brauchen, um sich in demokratische Debatten erfolgreich einbringen zu können. 

Barbara Menke, Vorsitzende des Bundesausschuss Politische Bildung (bap) e.V. (© bap)

Barbara Menke, Vorsitzende des Bundesausschuss Politische Bildung, betonte, wie wichtig eine starke und dauerhaft finanzierte bundesweite Struktur der außerschulischen politischen Jugendbildung ist, um sich für eine vielfältige Gesellschaft und ein friedliches Zusammenleben ohne Hass, Hetze und Ausgrenzung einzusetzen. Qassim Alhumayyer, der vor dem Krieg in Syrien nach Deutschland geflohen ist, sagte: „Politische Bildung stellt für mich einen Weg dar, mich als Teil der Gesellschaft zu fühlen und politisch teilzunehmen.”

Politische Jugendbildung zielt darauf ab, junge Menschen in Deutschland zu gesellschaftlicher und politischer Teilhabe zu befähigen — unabhängig von Herkunft, Staatsbürgerschaft oder Sprachkenntnissen. Das Projekt „Empowered by Democracy“ leistet dazu einen wichtigen Beitrag, indem es Begegnungen zwischen geflüchteten und nicht-geflüchteten Jugendlichen initiiert. Vor diesem Hintergrund nahmen im Rahmen des Projekts über 3.500 Jugendliche an innovativen Angeboten der politischen Bildung in ganz Deutschland teil. In der Begegnung entwickelten sie ihr Verständnis für verschiedene Meinungen, Lebensentwürfe und Werthaltungen. In Empowerment-Formaten stärkten sie ihre Handlungsfähigkeit in der Demokratie. 

Projektträger ist der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) e.V. Umgesetzt wird „Empowered by Democracy“ von den Trägern Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke (AKSB), Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB), Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN (AL), Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV), Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et) und Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum (VBLR). Die Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung hat die Gesamtkoordination des Projekts übernommen. Die umsetzenden Träger sind Mitglieder der GEMINI (Gemeinsame Initiative der Träger politischer Jugendbildung im Bundesausschuss Politische Bildung). Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Kontakt:
Mark Medebach, Gesamtkoordination „Empowered by Democracy“
Telefon: 030/28395428
E‑Mail: medebach@politische-jugendbildung-et.de

Mehr Informationen: www.empowered-by-democracy.de

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