Thema 1/2012: Risikogesellschaft

Die „Risi­ko­ge­sell­schaft“, mit Ulrich Becks Ver­öf­fent­li­chung von 1986 bekannt gewor­den, stellt seit dem Ende des 20. Jahr­hun­derts eine alar­mie­rende Zeit– und Gesell­schafts­dia­gnose dar, die gerade auch die poli­ti­sche Bil­dung in viel­fäl­ti­ger Wiese beschäf­tigte und noch beschäf­tigt. Heute, 25 Jahre spä­ter, hat sich das Bewusst­sein gesell­schaft­li­cher Risi­ken ver­brei­tet, stellt gewis­ser­ma­ßen einen Gemein­platz des poli­ti­schen Lebens dar. Die Kri­sen­be­wäl­ti­gung, die Ein­däm­mung öko­no­mi­scher, öko­lo­gi­scher oder sozia­ler Risi­ken, ran­giert auf der poli­ti­schen Agenda ganz oben. Gefähr­dun­gen und Unsi­cher­hei­ten for­dern die Poli­tik her­aus, und die Sicher­heits­po­li­tik geht, spä­tes­tens seit dem Beginn des 21. Jahr­hun­derts und der all­sei­ti­gen Kon­sta­tie­rung asym­me­tri­scher Kon­flikt­la­gen, von einem erwei­ter­ten Ver­ständ­nis aus, das Risi­ken nicht mehr nur in einem engen natio­nal­staat­li­chen Rah­men der Lan­des­ver­tei­di­gung iden­ti­fi­ziert. Mehr lesen »

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Rechtsextremismus – Handlungsdruck auf Politik wächst

Ergebnis des Spitzengesprächs bei BMFSFJ und BMI

Am 24. Januar fand auf Ein­la­dung von Bun­des­mi­nis­te­rin Dr. Kris­tina  Schrö­der und Bun­des­mi­nis­ter Dr. Hans-Peter Fried­rich ein Spit­zen­ge­spräch mit ca. 20 Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Zivil­ge­sell­schaft statt, an dem auch Lothar Harles in sei­ner Funk­tion als  bap-Vorsitzender teil­ge­nom­men hat. Zwar wur­den keine kon­kre­ten Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen Regie­rung und Zivil­ge­sell­schaft getrof­fen, aber dafür  wurde deut­lich: der Hand­lungs­druck auf die Regie­rung wächst.

Von den Betei­lig­ten wur­den neben Pro­bl­em­an­zei­gen und –ana­ly­sen eine Fülle von Bei­spie­len benannt, die bele­gen, dass schon vie­les unter­nom­men wird, den nega­ti­ven Ent­wick­lun­gen ent­ge­gen­zu­tre­ten. Harles ver­wies auf die zahl­rei­chen Akti­vi­tä­ten des bap und sei­ner Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tio­nen und for­derte eine stär­kere poli­ti­sche Kennt­nis­nahme der Leis­tungs­mög­lich­kei­ten der poli­ti­schen Bil­dung und die Unter­stüt­zung ihrer Infra­struk­tur. Mehr lesen »

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BMFSFJ-Fachforum: „Teilhabe junger Menschen vor Ort“

22. Februar 2012 in Mainz

Jugend­li­che wol­len mit­re­den, mit­pla­nen und mit­ent­schei­den, wenn es um die Aus­ge­stal­tung ihrer Lebens­räume geht. In Zusam­men­ar­beit mit den Trä­gern der Kin­der– und Jugend­hilfe hat das Bun­des­mi­nis­te­rium für Fami­lie, Senio­ren, Frauen und Jugend in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zahl­rei­che Modelle für gelin­gende Par­ti­zi­pa­tion jun­ger Men­schen vor Ort kon­zi­piert, getes­tet und eva­lu­iert. Trotz einer Viel­zahl erfolg­rei­cher Ansätze und Pro­jekte für Schule, Frei­zeit und Kom­mune fehlt es bis­her jedoch oft an einer umfas­sen­den, nach­hal­ti­gen und sys­te­ma­tisch ver­an­ker­ten Betei­li­gung jun­ger Menschen.

Im Rah­men der Fach­fo­rums­reihe zur Eigen­stän­di­gen Jugend­po­li­tik möchte das Bun­des­ju­gend­mi­nis­te­rium daher gute Bei­spiele für Jugend­be­tei­li­gung vor Ort zei­gen und mit Akteu­ren aus Poli­tik, Ver­wal­tung und Ver­bän­den dis­ku­tie­ren, wie die Bedin­gun­gen und Vor­aus­set­zun­gen für eine nach­hal­tige Jugend­be­tei­li­gung vor Ort geschaf­fen wer­den kön­nen, wie Par­ti­zi­pa­tion vom Modell zum All­tag wird und Mit­wir­kungs­mög­lich­kei­ten struk­tu­rell ver­an­kert wer­den können.

Ver­an­stal­tungs­ort ist das ZDF-Kongresszentrum in Mainz. Alle Details zur Ver­an­stal­tung und Anmeldung:

Pro­gramm

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bap-Newsletter: Ausgabe 4/2011 erschienen

Sie kön­nen den bap-Newsletter Aus­gabe 4/2011 hier her­un­ter­la­den. Wenn Sie in Zukunft regel­mä­ßig über Neu­ig­kei­ten aus der Poli­ti­schen Bil­dung infor­miert wer­den wol­len, kön­nen Sie sich über unser For­mu­lar regis­trie­ren. bap_Newsletter 4_11_final

Aktivitäten gegen Extremismus – Stellungnahme des bap-Vorstands

Die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen zum Rechts­ex­tre­mis­mus geben Anlass, die Akti­vi­tä­ten von staat­li­cher und gesell­schaft­li­cher Seite zu über­prü­fen. Auf Ein­la­dung von Innen­mi­nis­ter Dr. Hans-Peter Fried­rich und Fami­li­en­mi­nis­te­rin Dr. Kris­tina Schrö­der nahm der bap-Vorsitzende Lothar Harles am 24. Januar an einem Spit­zen­tref­fen teil, das die gemein­same Ver­ant­wor­tung bestär­ken und eine engere Koope­ra­tion aller Akteure för­dern soll. Lesen Sie hier die kom­plette Stel­lung­nahme des Vor­stands.

Die Zahl der Rechts­ex­tre­mis­ten ist in den letz­ten zehn Jah­ren zwar zurück­ge­gan­gen, aller­dings gibt die stei­gende Gewalt­be­reit­schaft in der Neonazi-Szene Anlass zur Sorge. Nur die enge Zusam­men­ar­beit mit der Zivil­ge­sell­schaft sichert ein erfolg­rei­ches Wir­ken gegen Rechtsextremismus.

Die im bap orga­ni­sier­ten Trä­ger poli­ti­scher Bil­dung wen­den sich in ihrer Arbeit gegen jede Form von Extre­mis­mus. Die Ange­bote gehen zeit­nah auf aktu­elle Ereig­nisse ein und rea­gie­ren auf die Her­aus­for­de­run­gen, die sich aus extre­mis­ti­schen Erschei­nun­gen erge­ben“, erläu­terte Lothar Harles. „Inter­es­sierte wer­den nicht nur von der Not­wen­dig­keit der freiheitlich-demokratischen Staats­form über­zeugt, son­dern bekom­men auch das Rüst­zeug ver­mit­telt, sich aktiv für deren Erhalt zu enga­gie­ren. Um ihre Ver­ant­wor­tung wahr­neh­men zu kön­nen, bedür­fen die Trä­ger auch Unter­stüt­zung von staat­li­cher Seite.“

Die Rubrik „Extre­mis­mus­de­batte“ fasst Infor­ma­tio­nen und Stel­lung­nah­men zusam­men und stellt einige bei­spiel­hafte Pro­jekte vor, die auch poli­tik­fer­nen Ziel­grup­pen die Demo­kra­tie näher­brin­gen und so einen wich­ti­gen Bei­trag zur Ach­tung von Men­schen­würde und Men­schen­rech­ten als Grund­lage unse­res Gemein­we­sens leisten.

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